Plakat-Observateur
Der Blick auf Zentralafrika zwischen 1920-1960

Unzählige Fotografien von Zentralafrika bebilderten in Form von Postkarten, Stereografien und Illustrationen die Zeit der  Kolonialherrschaft unter der Belgischen Krone, Frankreichs und Portugals zwischen 1885 bis hin zu ihrem Ende 1960, als diese Länder ihre Unabhängigkeit erhielten. Aus diesen Publikationen vermittelten und manifestierten sich bis heute bestehende Ideen von Afrika und seiner Bevölkerung. Ihre Urheber – allesamt Fotografen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensläufen – hinterließen ein eindrucksvolles Erbe dieser Zeit. Über die Fotografen selbst ist wenig bekannt. Zumeist veröffentlicht über Inforcongo oder Congopress, finden sich heute Exemplare dieser Fotografen (u. A. von A. Da Cruz, Pierre Dandoy, Henri Goldstein, C. Lamote,  E. Lebied, J. Mulders, André Scohy) in vielen wichtigen Afrika-Sammlungen rund um den Globus. Auch das National Museum of African Art der Smithsonian Institution hat einige Exemplare zusammengetragen. In dem Buch In and Out of Focus: Images From Central Africa, 1885-1960 sind Bilder dieser Fotografen abgebildet.
Das Kunstwerk-Nippes stellt erstmals eine Auswahl aus mehr als 100 Fotografien dieser Fotografen aus. Sie alle stammen aus einer privaten Sammlung.

Als wichtigster Fotograf dieses Sujets gilt Casimir Zagourski, dem das Kunstwerk Nippes eine Sonderausstellung widmet.

Casimir Zagourski – 1883-1944

Casimir Zagourski, polnischer Abstammung wurde 1880 in der Ukraine geboren. Nach seiner militärischen Karriere in der russischen Luftwaffe und der polnischen Armee verließ er Osteuropa und ging 1924 nach Afrika. Er ließ sich in Leopoldville, heute Kinshasa, Kongo nieder, wo er seine Karriere als Fotograf begann. Während der nächsten 17 Jahre, bis zu seinem Tod 1941 reiste er durch Zentralafrika und fotografierte Menschen, Orte und die lokalen Traditionen. In der gleichen Zeit eröffnete und unterhielt er ein Geschäft in Leopoldville, in dem er diese Bilder als Postkarten und Großdrucke verkaufte. 1937 stellte er seine Arbeiten auf der Weltausstellung in Paris aus.

Vernissage | opening
02. 09. 2010
19 – 22 Uhr | 7 – 10 pm

Ausstellung | exhibition
03.09. – 02.10.2010

pimpthetimpPimp the Timp Vol. I

Im Jahr 2010 ist die Ausstellung PIMP the TIMP im legendären TIMP am Kölner Heumarkt auf ein überwältigendes Interesse beim Publikum gestoßen. Das „TIMP“ wurde für 10 Tage aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Die melancholische Atmosphäre erfüllte die morbiden Räume mit neuen „Hotel Stories“ und zeigte internationale Kunst, Bilder von Liebe, Lust und Leidenschaft – von Diven und Göttinnen – von Tina Modotti’s Akt von Weston zu Portraits von Pornostars – von queens, queers and gender-benders – von Träumen, Erfolgen und Einsamkeit – von Sex, Drugs and Rock’n Roll. Auch im Jahr 2012 luden die Galerie Kunstwerk Nippes, die Galerie Lichtblick und der FENZkunstraum wieder zu einer außergewöhnlichen Fotoausstellung ein. Auf über 500 qm präsentierten sie mehr als 40 Fotografen aus 13 Ländern. Den Themenschwerpunkt bildeten die „China stories“, die aus unterschiedlichen Perspektiven das moderne China beleuchten. Das Land der Extreme findet sich in Landschaftsbildern, Stadtgeschichten, Portraits und Inszenierungen wieder – grotesk, amüsant, ernst und melancholisch. Ein zweites Mal wird das legendäre TIMP am Kölner Heumarkt zum Schauplatz für eine außergewöhnliche Fotoausstellung. In den im Umbau befindlichen Räume wurden erneut internationale Größen der Fotoszene, sowie altbekannte und neuentdeckte Fotografen präsentiert.

Mehr Infos auf:
www.pimpthetimp.com

Ein Projekt von: FENZkunstraum, Galerie Kunstwerk Nippes und Galerie Lichtblick.