Blalla_2013Blalla W. Hallmann „der Künstler greift zum Pinsel“

Immer wieder setzte sich der 1997 verstorbene Künstler Blalla W. Hallmann in seinen Arbeiten mit den Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Holocaust auseinander, angetrieben von einem tiefen Misstrauen an einer zivilisierten und humanistischen Nachkriegsgesellschaft. Von der Inquisition bis hin zum industriell perfektionierten Massenmord der Nazis hatte die Menschheit es in seinen Augen nicht geschafft, die Gewaltexzesse hinter sich zu lassen und so sah Blalla die Welt als ein System, dass sich wieder nur auf Ausbeutung, Unterdrückung und Vernichtung anderer aufbaute.

Sein Œvre bestehend aus Malerei, Radierung, Linolschnitt, Objekten und Skulpturen vereint jene tiefen gesellschaftlichen Zweifel des Künstlers. Der Betrachter wird in eine apokalyptische Welt hinabgerissen, die von beängstigenden alptraumhaften Szenarien bevölkert wird. Damit steht Blalla W. Hallmann ganz in der Tradition klassischer Meister von Hieronymus Bosch über Matthias Grünewald bis hin zu Franscisco de Goya.

Mit der Ausstellung Blalla W. Hallmann, „der Künstler greift zum Pinsel“ erinnern wir an den 1997 verstorbenen Ausnahmekünstler. „Das Leben ist wie ein Ritt über den Bodensee“ titelte er 1986 eines seiner Bildwerke, was rückblickend betrachtet als Synonym für sein Leben und Schaffen steht.

„Blalla W. Hallmann ist ein Radikaler. Ein Zauberer, der unsere Welt in Himmel oder Höllen verwandelt – und sie dadurch erst recht als unsere Welt entlarvt. Ein Originalgenie im schönsten, zwiespältigsten Sinn.“

Manfred Schneckenburger, 1996
(Katalog: Blalla W. Hallmann Regensburg)

 Die Galerie Kunstwerk Nippes zeigt ausgewählte Arbeiten aus Privatbesitz.

Vernissage | opening
01.03 2013
19-22 Uhr | 7-10 pm

Ausstellung | exhibition
02.03.  – 07. 04. 2013